heuerſten Jammers, wie nur ein ſolcher Mann in ſeiner rohen, naturwüchſigen Kraft ihn ausſtoßen konnte, ein Mann, dem Unterthänigkeit überhaupt ein unbekannter Begriff war und der deshalb auch mit allen ſeinen Fehlern und dem Guten, was in ihm als ein nur ſelten ſich zu Tage hebendes Juwel verborgen lag, ohne Zögern vor Gott, den Fürſten aller Fürſten, hintrat und deſſen Hülfe als eine ſich von ſelbſt ver⸗ ſtehende Erkenntlichkeit erflehte. In Luſt und Schmerz blieb er immer unverändert derſelbe.
Als er das Pferd beſtiegen und den Degen ent⸗ blößt hatte, rückte das Regiment mit voller Muſik, die den beliebten Marſch ſpielte, in den Schloßhof ein. An einem weit geöffneten Fenſter deſſelben erſchien eine todtblaſſe weibliche Geſtalt in einem weißen Gewande, neben ihr die Fürſtin⸗Mutter, ſie unterſtützend, hinter beiden der Fürſt Vietor von Bernburg. Am Neben⸗ fenſter waren zwei Damen und hinter demſelben ein fremder Offizier zu bemerken.
Unter andern Umſtänden würde ſich Fürſt Leupold's Aufmerkſamkeit beſonders dieſem letztern zugewendet haben, denn deſſen Uniform verrieth, daß er ein Oeſterreicher ſei; jetzt aber hatte er für Niemand Augen als für ſeine todtbleiche Louiſe, die ihm und ſeinem ſtattlichen Regimente mit dem Taſchentuche


