Teil eines Werkes 
4. Bd. (1867)
Entstehung
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Unſere Louiſe würde ſich ebenfalls freuen, zu erfahren, wer die Dame geweſen, die an ſie geſchrie⸗ ben, bemerkte die Fürſtin.

Glaub's, glaub's; müſſen's abwarten. Es kann indeß nichts beſonders Wichtiges geweſen ſein, ſonſt würde es nicht bei dieſem einen Briefe geblie⸗ ben ſein.

Ganz recht.

Beider Unterhaltung lenkte ſich nun auf einen Ge⸗ genſtand, welcher den durchlauchtigen Herrn ſehr an⸗ regte. Er betraf den Geſundheitszuſtand der jungen Fürſtin von Bernburg, welche ſeit ihrer Entbindung von einer Tochter krank darniederlag.

Ich hoffe, daß die Krankheit bei ihr vorüber⸗ gehend ſein wird, ſprach die durchlauchtige Frau.

Herr Leupold ſchien in dieſen Worten einen Zwei⸗ fel zu erblicken, und der Gedanke an die Möglichkeit, daß dieſer Wunſch ſich nicht erfüllen könne, machte ihn ſo wirr, daß er, ans Fenſter tretend, ausrief: Sie exercirte ſo prächtig!

Seine niedergedrückte Stimmung gab ſich dadurch kund, daß er ſchweigend die Stirn an den Fenſter⸗ rahmen preßte. Nach einer Weile verließ er ſeine Gemahlin mit einigen Worten der Entſchuldigung, daß er unaufſchiebbare Ordres abſenden müſſe, damit