Teil eines Werkes 
4. Bd. (1867)
Entstehung
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dem Aerger ſchluckt. Soll noch mehr haben, noch hundertmal mehr, er und ſein guter Freund, der Seckendorf, die den Deſſauer wie das fünfte Wagen⸗ rad beiſeite zu ſchieben gedenken, um allein die Staatscarroſſe zu fahren. Daß euch die Schwerenoth! Wenn die Kerle wüßten, was ich für einen Staats⸗ miniſter zur Seite habe, der mir mit gutem Rathe beiſteht, würden ſie ſich gewaltig hinter den langen Ohren kratzen.“

„Du einen Staatsminiſter zur Seite? Das iſt mir ganz neu“, antwortete die Fürſtin, obwohl ſie wußte, daß er ſie meine; aber ſie wollte ihm Gelegenheit geben, den mit dieſem für ſie ſo ſchmeichelhaften Com⸗ plimente betretenen Pfad der Verſöhnung weiter zu verfolgen, und ſie hatte ſich nicht geirrt.

„Dich! Dich, Annelieſe! Du biſt mein Staats⸗ miniſter, den tauſend Grumbkows nicht aufwiegen!“ rief er, ſie an ſich ziehend und einen Kuß auf ihre Stirn drückend.„Donner und Teufel, trete'mal einer auf und ſage, der Leupold habe keine kluge Wahl getroffen, als er ſich die Annelieſe Föhſe heimführte! Dem breche ich das Genick, daß er zur Pagode wird.“

„Denkt denn mein geſtrenger Herr Leupold immer ſo gütig von mir?“ fragte die hohe Frau lächelnd. „Ob, obl Immer, zu allen Zeiten! Meine höchſt⸗