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zeugt, daß Niemand mehr als er den Verluſt der ihm unentbehrlich gewordenen Gewohnheit des Ideen⸗ austauſches empfand; ſie wußte, daß ſie heute wie vor Jahren ſeine Annelieſe ſei, und ſie hatte ſich nicht getäuſcht. An einem Vormittage trat er raſch in ihr Zimmer, eine erbrochene Depeſche in der Hand. Sein Geſicht zeigte den Ausdruck des Vergnügens.
„Annelieſe“, rief er,„der Ohrwurm, den ich Sr. Majeſtät dem König von wegen Jülich beim Ab⸗ ſchiede zurückgelaſſen, hat ſeine gute Schuldigkeit ge⸗ than. Der Seckendorf hat ſich nicht anders zu helfen gewußt, um das Mißtrauen des Königs gegen die Aufrichtigkeit des Wiener Hofs in dieſer Sache aus dem Felde zu ſchlagen, als ſeinen Herrn und Kaiſer zu einer Zuſammenkunft zu Kladrup in Böhmen mit dem Könige zu bewegen. Hier iſt die Einladung an mich, Se. Majeſtät dahin zu begleiten. Gelt, Anne⸗ lieſe, das war ein geſcheidter Gedanke von mir?“
„Ein Gedanke, der Dir das verlorene Terrain im Rathe des Königs wiedererobert hat“, ſagte die Fürſtin.
„Und wie's den Lump von Grumbkow crepiren wird, mich die Reiſe mitmachen zu wiſſen!“ ſtimmte Herr Leupold ein und brach in ein helles Gelächter aus.„Ich ſehe dieſen Grasteufel vor mir, wie er an


