men, daß er am Laufe der Dinge nichts ändern könne.
Er hatte im Verlaufe von faſt acht Jahren ſo Manches als unbetheiligter Zuſchauer erlebt. Was ſeine eigene Perſon anlangte, ſo glichen ſeine Tage, ſeitdem er als feſt angeſtellter Hülfsarbeiter im Schloß⸗ garten fungirte, einem Knäuel Garn, der ſich gleich⸗ mäßig und langſam abwickelt. Seine Stellung war eine zu untergeordnete, um ihn mit irgend einem auch noch ſo unbedeutenden Vorgange unter den Be⸗ wohnern im Schloſſe in Berührung zu bringen, und für einen Burſchen ſeines Schlags daher eine ganz geeignete. Vermöge der ruhigen Gemüthsart, die er als Ausſteuer fürs Leben empfangen hatte, war er die Genügſamkeit ſelbſt und ertrug die Schwere der Wahrheit, daß im Dienſte Herrn Leupold's Niemand fett werde, mit unverwüſtlichem Gleichmuthe. Der Hofgärtner war ſeines durchlauchtigen Herrn getreueſtes Spiegelbild im Geben, er machte Profit davon, daß dieſer mit Leib und Seele der Gärtnerei zugethane arme Kerl die Soldatenlöhnung bezog, und ließ ihm nur hin und wieder ein Trinkgeld zukommen.
Libuſch erfreute ſich jedoch eines kleinen Neben⸗ verdienſtes, den er freilich kümmerlich genug erwerben mußte. Durch die Inſtandhaltung des Brommer'ſchen


