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Gärtchens hatte er mehrere Kunden gewonnen, die ihm die Arbeit in ihren Gärten vergüteten. An der Frau Feldwebel Brommer hatte er eine ihm beſonders wohl gewogene Gönnerin gefunden, die ſich oft herab⸗ ließ, ſich mit ihm zu unterhalten.
Im Brommer'ſchen Hauſe waren im Verlaufe der Zeit einige Veränderungen vorgekommen. Der älteſte Sohn Leupold war in ſeiner militäriſchen Laufbahn bereits bis zur Würde eines Korporals geſtiegen, eine jüngere Tochter hatte ſich verheirathet. Frau Eva nun war viel zu redſeliger Natur, um dem nie wider⸗ ſprechenden Libuſch nicht von dem Glücke, das ſie an ihren Kindern erlebe, erzählen zu ſollen. Selbſtver⸗ ſtändlich war es, daß ſie ſtets ihrer zu Wien lebenden Tochter Sibylle gedachte, denn es ſchmeichelte ihrem mütterlichen Stolze nicht wenig, von ihrer Frau Tochter Langermann in der kaiſerlichen Reſidenz zu ſprechen.
„Das iſt eine ganze Wienerin geworden, meine Bille“, ſagte die würdige Frau.„Hat uns geſchrie⸗ ben, daß ſie zwei prächtige Buben habe, Buben, das ſoll heißen, Knaben, Jungen, verſteht Er, Libuſch? Die Leute zu Wien reden ein ganz anderes Deutſch als wir hier zu Lande. Und glücklich iſt die Bille
über die Maßen mit ihrem kaiſerlichen Muſikanten. Carion, Der alte Deſſauer. IV.. 13


