auf einander. Nie hatte ſich Herr Leupold in einer freundlichern Laune befunden als zu dieſer Zeit, wo er ſich ſchon als Sieger in Hannover einziehen ſah und im Stillen mit der Erwartung trug, daß bei der Gelegenheit auch ſein von England⸗Hannover ihm geraubtes Recht auf Lauenburg zur Geltung gebracht werden dürfte. Die von ihm geführte Armee lebte in derſelben ſchönen Hoffnung, ſich in Hannover als Sieger gütlich thun zu können. Aber plötzlich ſank die Siegesgewißheit zu einer tiefen Mißſtimmung herab. Die Höfe von Braunſchweig und Sachſen⸗Gotha wuß⸗ ten durch ihre ſchiedsrichterlichen Bemühungen den ge⸗ träumten Siegeslauf zu verzögern, und nach langen diplomatiſchen Verhandlungen kam eine friedliche Bei⸗ legung der Streitigkeiten zu Stande, obwohl dadurch dieſe zwiſchen Berlin und Hannover keineswegs auf⸗ hörten.
Der deſſauer Fürſt glich zu dieſer Zeit einem an⸗ geſchoſſenen Eber, der alles ihm in den Weg Kommende niederrennt; ſein Zorn, einen ſo prächtigen Krieg, der ihm unter allen Umſtänden neue Siegeslorbeeren errungen und ſeinem Haſſe gegen England⸗Hannover Befriedigung verſchafft haben würde, vereitelt zu ſehen, war grenzenlos, und ſeine Soldaten hatten den wenig beneidenswerthen Vorzug, ihm als Blitzableiter zu


