Teil eines Werkes 
4. Bd. (1867)
Entstehung
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dienen. Jedes kleine Vergehen von ihrer Seite wurde empfindlich geahndet. Hatte für ihn die ſchöne Ausſicht auf friſchen Heldenruhm das Schickſal einer in den glänzendſten Farben ſpielenden Seifenblaſe gehabt und war zerſtäubt wie dieſe, ſo gab es noch einen andern und nicht geringern Grund, den bitterſten, verbiſſenſten Groll in ihm wachzurufen.

Am Berliner Hofe zeigte ſich die Wandelbarkeit der Parteien in einer ſo ſehr überraſchenden Weiſe, daß ihm die Möglichkeit dieſer chamöleonsartigen Wandlungen wie ein todeswürdiges Verbrechen erſchien, an deſſen Wirklichkeit er anfänglich nicht glauben wollte, bis er ſich zu ſeinem tiefſtem Verdruſſe davon überzeugte. Um ſeinen von ihm tödtlich gehaß⸗ ten Feind Grumbkow aus der Gunſt des Königs Friedrich Wilhelm I. zu bringen, der engliſch geſinn⸗ ten und ihm, dem Deſſauer, in tiefſter Seele abge⸗ neigten Königin Pläne zu durchkreuzen, hatte er auf die ſtaatsmänniſche Gewandtheit des endlich am Ber⸗ liner Hofe erſchienenen öſterreichiſchen Geſandten, Reichs⸗ grafen von Seckendorf, ſeine ganze Zuverſicht geſetzt. Er hatte ſich auch wirklich nicht in der hohen Begabung dieſes als Held wie als Staatsmann gleich ausgezeich⸗ neten Mannes geirrt. Demſelben gelang es, den König Friedrich Wilhelm I. ſo ſehr für ſich zu gewinnen, daß