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der Sturm über das Städtchen hin und führte die dürren, wie Speck brennenden Schindeln gleich flam⸗ menden Zungen durch die Luft, ſie aus der Höhe auf die Dächer niederfallen laſſend und ſo überall Feuer ausſtreuend. Die hölzernen Häuſer lohten hoch auf, ſelbſt das fürſtliche Amthaus ward ergriffen; in Zeit von zwei Stunden war der kleine Ort niedergebrannt und das Amthaus als deſſen größtes Gebäude ein flammendes Glutmeer. Menſchenhülfe hatte nicht vermocht, dem entfeſſelten Elemente Einhalt zu thun. Als der Morgen anbrach, leuchtete die von Regenwolken feindlich bekämpfte Sonne über qual⸗ mende Brandſtätten und ſah den Jammer vieler über Nacht um all ihr Hab und Gut gekommenen Unglücklichen. Herr Leupold ritt nach Deſſau zurück. Der Adjutant übergab ihm das aus ſeinem Zimmer glücklich gerettete Couvert, in dem ſich die durch den Kaiſer und den Reichshofrath ausgefertigte Beſtätigungs⸗ acte der deſſauiſchen Primogenitur befand.
„Und die andern Papiere?“ ffragte der Fürſt.
„Das Zimmer ſtand ſchon zu ſehr im Feuer, um mehr retten zu können“, lautete die Antwort.
So war ihm abermals der Einblick in das Ge⸗ heimniß verſchloſſen, deſſen Löſung er bereits in der Hand gehabt hatte. Indeß war er von dem Unglück


