Teil eines Werkes 
4. Bd. (1867)
Entstehung
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ihm nicht fremd vor, ohne daß er ſich Rechenſchaft zu geben wußte, wo er dieſelbe ſchon früher geſehen. Der Brief Prinz Eugen's galt ihm jedoch als Hauptſache und er begann zu leſen. Er war aber kaum bis zur vier⸗ ten Zeile gekommen, als ein furchtbarer, unmittelbar mit einem das Haus erſchütternden Donnerſchlag ver⸗ bundener Blitzſtrahl niederfiel, ſodaß der Leſende vor dieſer Kraftäußerung des Elements unwillkürlich zu⸗ ſammenzuckte. Mehrere Blitze und Donnerſchläge folg⸗ ten mit gleicher Heftigkeit dem erſten. Der Fürſt eilte ans Fenſter, um zu erſpähen, ob der Blitz irgendwo gezündet. Er bemerkte nichts; als er aber vom offenen Fenſter ſich zurückwendete, um ſich wieder zum Leſen an den Tiſch zu ſetzen, drang von fernher der Ruf „Feuer! Feuer!“ zu ihm. Bald raſſelte eine Trommel und am finſtern Himmel zeigte ſich der Wiederſchein einer Glutſäule, die aus einem der kleinen mit Schin⸗ deln gedeckten hölzernen Häuſer emporſtieg.

„Feuer! Feuer!“ rief Herr Leupold mit ſeiner Löwenſtimme in die dunkle Nacht hinaus und ſprang, das Leſen vergeſſend, ins Zimmer zurück, um ſich in die nöthigſten Kleider zu werfen und an den Ort des Unglücks zu eilen, durch ſeine Gegenwart und Beiſpiel Hülfe zu bringen. Das Feuer iſt aber ge⸗ fräßig wie ein hungriges Raubthier. Aufs neue raſte