die Rechtſchaffenheit des Charakters den Unterſchied zwiſchen Juden und Chriſten ausgleicht“, ſprach Hubert, ihm die Hand bietend.
I's iſt ſo,'s iſt ſo,'s gibt ſchlechte Menſchen unter Juden und Chriſten“, ſtimmte jener bei.„Weil es mir Freude macht, den Herrn Grafen von ſo guter Ueberzeugung für die Leut' von Israel zu ſehen, ſo will ich ihm geben die Verſicherung, daß ſich der gnädige Herr auf mich, den Löbel Aaron, ſo feſt ver⸗ laſſen kann wie auf ſich ſelbſt, wenn ich ihm nämlich zu Dienſten ſtehen kann beim Fortreiſen.“
„Im voraus angenommen.“
„Wäre nur die Sache ſchon ſo weit!“ brummte Gottfried Almarich, als er ſich mit ſeinem jungen Herrn wieder allein befand.
„Verliere nur den Muth nicht, treue Seele“, tröſtete der durch die guten Nachrichten hocherfreute Hubert.„Iſt nicht mein Lebenshimmel ſchon ſo ziem⸗ lich von böſen Wetterwolken rein geworden, und ich ſollte verzagen der letzten verdüſternden Schatten wegen? Nein, Gottfried, auch ſie werden ſchwinden, nur dürfen wir nicht im voraus kleinmüthig werden.“
Dieſe Schatten, deren Hubert gedachte, waren indeß ſehr hartnäckiger Natur, durch ſie ſchien das Schickſal,
Löbel Aaron, ſo ſind wir doch einerlei Meinung, daß


