Teil eines Werkes 
4. Bd. (1867)
Entstehung
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tungsgeiſt drängte ihm die Ueberzeugung auf, daß ſein Schützling einer bevorzugten Familie angehören müſſe. Das ganze Weſen Hubert's trug den Ausdruck einer fein gewöhnten Lebensweiſe, nie hörte er ihn Aeuße⸗ rungen thun, die mit dieſen Bemerkungen in Widerſpruch geſtanden hätten, und Löbel Aaron fand den beſten Beweis, daß er ſich nicht täuſchte, in dem Benehmen Gottfried Almarich's Hubert gegenüber. Gottfried vergaß nie die Schranke der Unterordnung einzuhalten, die ſelbſt einem mit dem höchſten Ver⸗ trauen ſeines Herrn beehrten Diener gezogen bleibt. Hubert's Einſamkeit wäre eine troſtloſe geweſen, wenn Löbel Aaron nicht dafür geſorgt hätte, daß er einige Zerſtreuung habe. Er brachte ihm eine Menge Bücher, unter denen lateiniſche und franzöſiſche ſich befanden, wieder ein Beweis mehr für ſeines Schützers Vermuthung. Wenn der Abend kam und Löbel Aaron zu Hauſe war, holte er ſeinen Schützling in den Gar⸗ ten hinab, deſſen hohe Mauer jeden Späherblick fern⸗ hielt. Sie plauderten dann auf die Dauer einiger Stunden mit einander, wenn nämlich die Witterung es geſtattete. Die Tageszeiten ſchlichen dem Verſteckten freilich lrnaſchn und peinvoll hin Er ſah ſo wenig

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den nur höchſt ſeltſame Ereigniſſe zur Ergreifung des Soldatenſtandes gezwungen, ja ſein feiner Beobach⸗