Teil eines Werkes 
3. Bd. (1867)
Entstehung
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zu Bonnafox und wie ſehr thöricht es ſei, wenn ein Mädchen, das kein Vermögen beſitze, das Glück, einen wohlſituirten Gatten zu erlangen, von ſich ſtoße, einen Mann, der es über Alles liebe und an deſſen Seite es einer ſorgenloſen Zukunft entgegenſehen und einen geachteten Namen tragen könne.Was kann Sie da⸗ gegen aufbringen, Regina? Sage Sie mir das, aber nehme Sie dabei den Verſtand zu Hülfe.

Schon der Gedanke an Bonnafox widerte das Fräulein heftig an; dieſer Mann erſchien ihr wie ein böſer Geiſt, der über ſie einen Schatten breitete, unter deſſen Einwirkung ihr ganzes Empfinden wie unter großem Kälteeindruck zuſammenſchauerte. Sie mußte Antwort geben, dieſelbe war nicht zu umgehen, und in einer merkbaren Erregung ſprach ſie:

Gnädigſte Frau, ich bin noch zu jung, zu un⸗ erfahren, um über weitgreifende Lebensverhältniſſe mich äußern zu dürfen, doch über das, was ich empfinde, was, ich möchte ſagen, mein eigenſtes Eigenthum iſt, glaube ich berechtigt zu ſein, mich ausſprechen zu müſſen. Ihre große Herzensgüte, gnädigſte Frau, iſt es, die mir die Verbindung mit Monſieur Bonnafox annehmbar erſcheinen zu laſſen ſich beſtrebt, aber ich finde nichts in mir als Abneigung gegen ihn, ja ich bekenne es, ich betrachte ihn mit Abſcheu, weil ich