Nach alledem war es ſelbſtverſtändlich, daß Gott⸗ fried Almarich bei Langermanns ein ſehr willkommener Gaſt war, und da er von dem Alten beſtens Sr. Durch⸗ laucht als junger Waidmann empfohlen wurde, der zum Zwecke der Vervollkommnung ſeiner Kenntniſſe im Jagdfache die in dieſer Branche berühmteſten Stationen Deutſchlands beſuche, ſo erlangte er auch vom Herrn Leupold die doppelte Bewilligung, nicht nur in Allem, was er begehre, ſich unterrichten zu laſſen, ſondern auch bei Langermanns Quartier zu nehmen, wenn ihm dies wünſchenswerth ſei.
Der durchlauchtige Herr hatte großes Wohlge⸗ gefallen an dem athletiſchen Jagdſtudenten gefunden, deſſen Kenntniſſe in ſeinem Berufe keine geringen wa⸗ ren, und es machte ihm viel Vergnügen, daß im fernen Siebenbürgen ſein kleines Land von den Männern vom Waidwerk als eine berühmte Station für Jäger angeſehen werde.
Der alte Langermann aber hatte außer der Freude, einen ſolchen Gaſt in ſeinem Hauſe zu haben, mit dem er übers Waidwerk ſich ſo recht nach Herzensluſt unterhalten konnte, was nicht wenig zur Kürzung der langen Winterabende beitrug, noch die Befriedigung, daß auch der Gefreite Philipp offenbar des fremden Jägers wegen öfter zu Beſuch kam und bald ſo gut


