Teil eines Werkes 
3. Bd. (1867)
Entstehung
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Freund mit ihm wurde, daß ſie beide lange Spazier⸗ gänge mit einander im Thiergarten machten. Auch Frau Martha fand eine große Genugthuung in dem Umſtande, daß Feldwebel Brommer nebſt Frau und Tochter trotz Kälte und Schnee hin und wieder zu Beſuch kamen.

So hatten ſich für Hubert die Verhältniſſe ſehr günſtig geſtaltet. Die Möglichkeit einer Correſpondenz zwiſchen ihm und Doctor Weilenberger war angebahnt, denn Gottfried Almarich hatte bei Herrn Leupold um die Vergünſtigung nachgeſucht und ſie zugeſagt erhal⸗ ten, mittels der vom deſſauiſchen Geheimrath an den die anhaltiniſchen Geſammtintereſſen vertretenden Agen⸗ ten Gräfe zu Wien abgehenden Depeſchen Briefe an ſeinen dortigen Verwandten Doctor Weilenberger ab⸗ ſenden und Antworten auf eben dieſem Wege empfangen zu dürfen. Das Reiſeproject des durchlauchtigen Herrn war allerdings eine Störung in dieſem nur erſt kurze Zeit beſtehenden und unwiſſentlich vom Fürſten ſelbſt ſanctionirten Geheimniſſe, indeß Huberte mußte der Nothwendigkeit gehorchen und begleitete deswegen ſeinen Gebieter auf der Reiſe ins Neic.

Dieſer Ausflug ſollte im ſtrengſten Incognito ge⸗ ſchehen, indeß das Gerücht, daß derdeſſauer Schwere⸗ nöther als im vollen Sinne des Worts großer Un⸗