218
„Das nicht, ich will nur nicht eine mir ſelbſt er⸗ wieſene Gefälligkeit mir bezahlen laſſen. Jetzt bin ich ſchon in der Stadt, zu Fuße wäre ich jedenfalls noch ein gutes Stück davon entfernt.“
Der Herr, der in Kürze von ſeiner Tochter erfahren, daß ſie die Verhütung eines ſchweren Unfalls nur dem jungen Manne zu verdanken hätten, fragte gut⸗ müthig:„Er iſt wohl fremd hier?“
„Es iſt ſo, ich ſuche ein Unterkommen.“
„Wie heißt Er?“
In dieſem Moment ſein Denken mehr auf die junge, ihn freundlich anſehende Dame richtend als auf ſein Incognito, antwortete er raſch:„Hubert Buſſy—“ Faſt hätte er den Namen ganz ausgeſprochen.
„Und Er iſt aus?“
„Der Gegend von Wien.“
„Für heute Nacht bleibe Er in meinem Hauſe, wegen des Unterkommens werden wir morgen mit einander ſprechen. Er wird Sorge für ihn tragen, Matthes.“
„Zu Befehl, Herr Geheimrath.“
Der folgende Tag ſah Hubert in ein Verhältniß treten, welches ihm ganz neu war. Der Herr Geheim⸗ rath übertrug ihm die Stelle eines Privatſchreibers, da ihm die Handſchrift Hubert's wohlgefiel, und dieſer


