Teil eines Werkes 
1. Bd. (1867)
Entstehung
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ſind, ihm geheiligt dünkte.

Wie alle zu Gewaltthat geneigten Männer war er ſinnlicher Genußſucht ergeben, weil ihm die Veredlung des Gemüths mangelte, die vor jedem derartigen Aus⸗ wuchſe der Roheit Scheu empfindet, und er würde nichts mit ſeinem wilden Thun Verſöhnendes in ſich getragen haben, wenn in ſeinem Leben nicht Manches bezeigt hätte, daß er einer jener ſeltſamen Charaktere ſei, welche ſich mit einem zur Probe angeſchliffenen Diamant ver⸗ gleichen laſſen, an dem durch die vom Schliff nur obenhin berührten Stellen der Strahl und Glanz ſeines innern Werthes ſich Bahn bricht. Er konnte lieben und um ihm theure Weſen weinen, und obſchon dieſe Ergüſſe ſchönen menſchlichen Empfindens in barockſter Form bei ihm zu Tage traten, ſo waren ſie doch unverfälſchte Zeugen des bei ihm tief eingeſargten edlen Theils und durchaus rein von jeder entwürdigenden Nebenempfindung, daß ſie an ihm, der in den meiſten Dingen des Augen⸗ blicks Sklave war, als um ſo höher anzuſchlagende Tugenden erſcheinen. Sonderling in Allem, gehorchte er doch unbedingt dem erhabenen Zuge, welcher das Men⸗ ſchenherz zum Heiligthume macht.

Der vor ihm in voller Uniform ſtehende Brommer bot trotz des Stempels des Rieſenhaften, denn er war

und Heldenthum in aller Augen anerkannte Vorzüge