Teil eines Werkes 
3. Bd. (1870)
Entstehung
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und noch tragen wird, äußerte der König und lächelnd ſetzte er hinzu:Die Frau Herzogin von Soubiſe wird äaber auch mir einen Antheil an dem Inhalt dieſer ſo zierlich gearbeiteten Schatulle gewähren müſſen. Ich be⸗ anſpruche nur zwei Dinge davon: dieſen Brief Ihrer Mutter und dieſen Ring.

Wie, Sire, dieſen Brief und dieſen einfachen Ring?

Es gibt Urſachen, die uns das ſcheinbar Unbedeu⸗ tendſte werthvoll erſcheinen laſſen, antwortete der König. Um dieſer beiden Dinge willen haben Sie, Zephanja, in mir einen Freund gewonnen. Denken Sie über die Bedeutung dieſer Worte nach und beobachten Sie wie ich ein unverbrüchliches Schweigen darüber.

Jetzt wußte Zephanja die Urſache, welche der vom König beim deutſchen Kaiſer für ſie erwirkten Erhebung zur Reichsgräfin von Auguſtenburg zu Grunde lag, aber ſie hielt dies Wiſſen als ein heiliges Geheimniß in ihrem Herzen verwahrt, nur ihrem Gemahle theilte ſie es mit.

Außer ihnen wußten nur der verſtorbene König Ludwig, die Herzogin⸗Mutter, Zaar Peter, Flemming und Dinglinger darum.

Als ſie zum erſten Male den berühmten Goldſchmied in ſeinem Hauſe beſuchte, ſagte dieſer in ſeiner einfachen

Herzlichkeit:Geſtatten Sie Ihrem einſtigen Verlobten,.