Teil eines Werkes 
3. Bd. (1870)
Entstehung
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Einige Sekunden vergingen im gegenſeitigen Anſtarren. Der Junker gewann zuerſt die nöthige Faſſung. Von draußen drang der brauſende Tumult wie das dumpfe Donnern einer Meeresbrandung an ſein Ohr. Sein ſtets zu egoiſtiſchen Calcüls fertiger Geiſt erkannte dies unerwartete Wiederſehen ſeiner ehemaligen Geliebten als eine ihm vom Schickſal gewährte Begünſtigung zu ſeiner Rettung, aber er durfte nicht zögern, ſich nicht von der herannahenden Gefahr überraſchen laſſen. Zu dieſem Zwecke ſprach er, ſich ihr ein wenig nähernd:Sophie! Ich habe hier Streit mit einem Cavalier bekommen, man will mich verhaften, ich habe mich hierher gerettet, um der Haftnahme zu entgehen. Es wird jedenfalls eine Thür von hier ins Freie führen, Du mußt mich retten.

Wie ein Steinbild, deſſen Züge unbeweglich bleiben, ſtand Fiekchen Weber vor ihm, ſie ſchien keines Lautes mächtig zu ſein. Der Junker rüttelte ſie am Arm. Oeffne mir die Thür! Oeffne ſie mir! drängte er.

Pinetti trägt den Schlüſſel bei ſich, um ſicher vor Dieben zu ſein, antwortete ſie.

Teufel! ſtieß der Junker heraus. Seine Blicke durchforſchten haſtig den kleinen Raum, in dem er ſich befand.Sollte ſich nicht vielleicht ein ſicherer Winkel in der Nähe hier finden laſſen? Keiner! klang Fiekchen's Antwort und zwar ſo ton⸗