Teil eines Werkes 
1 (1870)
Entstehung
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Hauſe in die Fremde überſiedelt, um der Stätte zu ent⸗ fliehen, wo ſie ſo Schweres erfahren.

Plötzlich aber ſah ſich Elſe in dieſem Denken ge⸗ ſtört. Sie hörte die Vorſaalthür der Dinglinger'ſchen Wohnung öffnen und den Hofjuwelier zu einem Andern ſprechen:

Ich kann Ihm nur die Verſicherung geben, mein lieber Mosje, daß ich Ihn ſehr ſchätze, und verlaſſe Er ſich auf meine gegebene Zuſage, Ihn dabei in Allem zu unterſtützen, ſoweit dies in meinen Kräften ſteht. Nöthi⸗ genfalls werde ich Seiner Majeſtät dem König, meinem erhabenen Herrn und Gönner, davon Mittheilcung nachyen., und in dem Falle ſei Er verſichern, daß durchgegriffen wird.

So gehe ich denn mit der großen Freude und der Hoffneung von dannen, meiner Sache einen wahren Freup'd gewonnen zu haben, und bitte mich dem Herrn Hofjuwelier aufs beſte empfohlen zu halten, antwortete der Andere, in deſſen Stimme Elſe voll Erſtaunen die Jürg's erkannte.

Die Thür des Vorſaals wurde geſchloſſen und leichte Schritte die Treppe hinab deuteten an, daß der junge Mann das Haus verlaſſen wolle. Das durfte Elſe nicht abwarten. Sie rief ihm nach:Mosje Jürg! Mosje Jürg! Komm Er doch einmal zurück.