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Elſe's geſunder Sinn fand ſich bald ins rechte Gleis zurück und aller Aerger verflog raſch aus ihrem Gedächt⸗ niß. Der Jürg fragte lachend:„Wer hat Dich denn um⸗ gewandelt? Noch vorgeſtern, wenn es nicht anders ging, daß Du mich anſehen mußteſt, war's nicht viel anders, als reizte Dich was zum Nieſen, und heute biſt Du mäuschengut. Wer hat das Wunder bewirkt?“
„Ein ganz alter Herr.“
„Ein alter? Wie heißt er denn?“
„Jeſus Sirach“, antwortete Elſe lachend.„Ja, Du ungeheuerlicher Hartkopf, wegen Dir muß ich mit derlei Urgroßvätern, die ein paar tauſend Jahre alt ſind, Be⸗ kanntſchaft machen. Iſt das nicht erſchrecklich?“
Jürg lachte aus vollem Herzen. Er merkte, daß die Großmutter bei dieſer uralten Bekanntſchaft thätig ge⸗ weſen.
In das bisher einem gleichmäßig ſtill zwiſchen blumigen Ufermatten hinfließenden Bache ähnelnde Leben des Ladenjünglings ſollte aber plötzlich eine bewegende, verändernde Kraft treten. Am Sonntag⸗Nachmittag traf er bei der Großmutter den Sorauer hochgräflichen Hof⸗ ſchneider, welcher in der ausgezeichnetſten Laune von der Welt war, weil ſich ihm kein Hinderniß ſeiner Ueber⸗ ſiedelung nach der kurfürſtlichen Reſidenz in den Weg geſtellt hatte.


