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an ſelbigem Tage, da nach des ihn unterſuchenden Arztes
Ausſpruch von ihm nichts Uebles zu fürchten, die durch ihn veranlaßte Störung aber ein Ergebniß einer plötz⸗ lich bei ihm eingetretenen Geiſtesſtörung ſei, welche eben⸗ ſo raſch wieder verſchwunden, als ſie bei ihm aufgetaucht wäre. Das gute Zeugniß, welches von ſeiten ſeiner Vorgeſetzten ihm einſtimmig gegeben wurde, und des Krümel⸗Schneiders zu Protokoll genommene Ausſage, daß er ihn nie in ſolchem verrückten Zuſtande geſehen, trugen weſentlich bei, ihn frei zu laſſen. Gewiß war es ſeltſam, daß man den Ruf des ſo unerwartet irr Ge⸗ wordenen: Der hat's! Der hat's! gar nicht beachtete, ihnen gar kein Gewicht beilegte und nur die Matrone dieſe wenigen Worte von ſo großer Bedeutung fand, daß ſie feſt überzeugt war, in ihnen ruhe das Geheimniß, welches dieſes Mannes Leben ſo traurig verdüſtert habe.
Viele abwärts gerollte Jahre lagen hinter der Greiſin. Sie hatte Vieles geſehen und erlebt und in ihrer eigenen Verwandtſchaft hatte das Schlimme eine große Rolle geſpielt. Der Archivar Weber, der Gatte ihrer jüngſten Schwägerin, war im Elende des Kerkers geſtorben, verurtheilt von allen, welche dem auf ihn gefallenen Schein des Verbrechens unbedingt Glauben ſchenkten. Wenn die greiſe Frau zuweilen gegen ihre Enkelin Elſe
von dem Weber'ſchen Unglück ſprach, äußerte ſie ſtets:


