Teil eines Werkes 
1 (1870)
Entstehung
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und da ſich ſeine Handſchrift als eine höchſt verwend⸗ bare erwies, ſo bekam er den Poſten eines Raths⸗ ſchreibers. Schon ehe er in dieſe Stellung eintrat, welche nach jetzigen Begriffen ohngefähr die eines mit feſtem Gehalte angeſtellten Copiſten ſein würde, bemerkte man an ihm eine Veränderung, die ſchroff genug mit ſeinem ſonſtigen heitern Weſen contraſtirte. Er war ſcheu

geworden, vermied es, ganz im Gegenſatz zu ſonſt, mit ollen, er fürchte ſich, Andern offen ins Geſicht zu ſehen.

Das war allerdings ſehr auffallend, indeß es machte keine Störung in ſeinen dienſtlichen Arbeiten, im Gegen⸗

ſeinen Kameraden umzugehen, und man hätte meinen

theil zeigte der Mann eine ungeheuere Arbeitsluſt, er

ſchrieb zu Hauſe unermüdlich, während ſeine Kameraden die ihnen bleibenden freien Stunden der Erholung wid⸗ meten. Er hat zu dickes Blut, hieß es. Damit war Alles erklärt. Seine zurückgezogene Lebensweiſe ſchadete Niemand und deshalb ließ man ihn unbehelligt. Im Hauſe, wo er wohnte, ſpürte man ihn kaum. Seine Schweſter, die halbtaube Suſe, ein ſtilles Weſen, kam mit den wenigen Perſonen, welche das Haus mit be⸗ wohnten, in zu wenig Berührung, um irgend einen Conflict herbeizuführen. Der Krümel⸗Schneider war als Nachbar eine ausgezeichnete Acquiſition für Jemand, der in den ihm nächſt Wohnenden eine friedliebende