Teil eines Werkes 
1 (1870)
Entstehung
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Hm, ich denke mir, zu ſolchem feinen einzufädelnden Faden ſei Er, Herr Krümel, der rechte Mann. Und da iſt Er noch im Vortheil dabei;'s kann Ihm ſo gar ſchwer ſchon deswegen nicht werden, weil Er ſein Nachbar iſt. Die Suſe, des Rathsſchreibers Schweſter, möcht's gewiß gern ſehen, wenn Er ſich jetzt eben noch ſo freundſchaftlich gegen ihren Bruder zeigte wie bisher, denn die halbtaube Perſon iſt doch keine aufmunternde Geſellſchafterin für ihn.

Ja, ja,'s iſt'ne Commiſſion, die ich mir erſt zu⸗ ſchneiden müßte wie'n Gewandel, meinte Krümel. Und vom Ausziehen wäre da alſo gar keine Rede?

Natürlich nicht. Er bleibt in Seinem Loſament, wie bisher. Denk nicht, daß Er eins billiger und bequemer bekäme, wie das Seinige in meinem Hauſe.

Abgemacht! ſtimmte der kleine Schneider bei, dem die letzte Bemerkung der Matrone ſchlagend erſchien.

Wenn Er was vor ſich bringen kann, Meiſter Krü⸗ mel, ſo iſt's eben nur hier im Hauſe möglich. Durch die Gnade Seiner Majeſtät iſt Er wegen des Spaßes, den Er Allerhöchſtderſelben bei Gelegenheit des zaariſchen Feſtmahls in des Herrn Hofjuweliers Hauſe gemacht hat, zum Stallſchneider ernannt worden, und wenn auch die Jacken und Livreien der Stallbedienten gerade keine feine Arbeit ſein mögen, ſo bringt ſie doch etwas ein,