Teil eines Werkes 
1 (1870)
Entstehung
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wohnen bleiben ſoll, der mich, einen Schneider von guter Conduite, der jetzt ſogar die Arbeit für den Stall Seiner königlichen Majeſtät bekommen hat, maſſakriſch wie einen Flederwiſch behandelt, mir zu Prügeln von ganz unbe⸗ kannten Leuten verholfen hat und die Urſache geweſen iſt, daß ich als Friedensſtörer verarreſtirt worden bin und ſtatt in meinem guten Bette auf einem Pritſchel aus weichem Holze habe liegen müſſen, daß mir jetzt noch meine Glieder wie zerſchlagen ſind? O Gottchen! o Gottchen!

Die Matrone hatte mit großer Aufmerkſamkeit dieſem klagenreichen Bericht zugehört. Als der Krümel⸗ Schneider, erſchöpft von der langen Rede und von der Erinnerung an ſeine eben erzählten Leiden, ſchwieg, ſprach ſie mit vieler Salbung:Höre Er an, Meiſter Krümel, was der Prophet Heſekiel Kapitel 21 Vers 26 ſagt:

So ſpricht der Herr Herr: Thue weg den Hut und hebe ab die Krone, denn es wird weder der Hut noch die Krone bleiben, ſondern der ſich erhöhet hat, ſoll genie⸗ drigt werden, und der ſich geniedrigt hat, ſoll erhöhet werden.

Hm, meinte der kleine Held von der Nadel, nich ſeh's nicht gut ein, was ich daraus für einen Troſt für mich ſchöpfen ſoll. Habe ich auch einen Hut, denn ein Meiſter von der hochehrſamen Schneiderinnung ohne Hut

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