Teil eines Werkes 
1 (1870)
Entstehung
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„So zerrte oder riß mich Nachbar Gutbier durch bis zu den neben dem Leichenwagen hergehenden Leichen⸗ trägern. Was er wollte, weiß ich nicht, denn mir war zu jämmerlich mitgeſpielt worden, als daß ich noch meine fünf geſunden Sinne hätte ganz beiſammen haben ſollen. Ich hörte den Nachbar nur ſchreien:„Der hat's! Der hat's! Was das bedeuten ſollte, habe ich nicht heraus⸗ gekriegt, die Andern aber ebenſo wenig. Nur das weiß ich, daß wir beide feſtgenommen und ins Rathhaus gebracht wurden. Ich hätt's nicht um einen Deut beſſer gehabt wie alle andern Verarreſtirten, wenn nicht grade mein guter Gevatter Froſch auf Rathswache geweſen wäre; aber loslaſſen konnte er mich doch nicht. So kriegt' ich denn auf ſeine Fürſprache'n Kämmerl mit einem Pritſchel zum Schlafen für mich allein; aber ich Ihr zu, liebe Frau Spieker, trotzdem mein

ſchwör's ch mir zehnmal für einmal verſichert

Gevatter Froſ hat, daß das Pritſchel aus ſchönem weichem Holz ſei, Morgen kaum meine paar Glieder rühren

habe ich heute iner Stunde hat mich

können, ſo hart habe ich gelegen. Vor e der Herr Actuarius Grellmann, den ich ſchon lange die Ehre habe zu kennen, abgehört und mich gnädigſt entlaſſen, weil's gar nicht möglich wäre, daß ich der Urheber ſo großen Skandales ſei. Aber ich frag doch jeden Chriſten⸗

mnenſchen, ob ich neben einem Verrückten oder Beſeſſenen

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