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druck einer Matrone, die ſich gut conſervirt hat, während das ſilberweiße, ſchlicht geſcheitelte Haar, wie es am Saume der ſchwarzſeidenen Haube hervorſchaute, ihr zu⸗ gleich etwas Ehrwürdiges verlieh.
In einem ledernen Sorgenſtuhl ſitzend, neben ſich einen Tiſch, auf dem die Bibel und das Wittenbergiſche Geſangbuch, dieſes in ſchmalem Format, deshalb aber um ſo dickleibiger, beide aufgeſchlagen ihr zur Hand lagen, hörte ſie dem Bericht eines ihrer Abmiether, des Krümel⸗ Schneiders, mit großer Aufmerkſamkeit zu. Das kleine, ungemein ſchmächtige, aber durch und durch queckſilberne Männlein entwickelte ſeine Abneigung, länger mit ſeinem Logisnachbar zuſammen zu wohnen, außerordentlich lebhaft.
„Ich denk' nicht, daß'n vernünftiger Chriſtenmenſch mir's übel deuten kann, wenn ich ſag', daß ich mit einem Verrückten oder Beſoffenen nicht mehr zuſammen⸗ wohnen mag“, redete er ſehr eifrig.„Mit dem iſt's ja nicht mehr auszuhalten, man kommt aus einem Tod in den andern. Unſereiner iſt'n Menſch von Conduite, in Schneider, alſo'n weit feinerer Menſch als'n Raths⸗ ſchreiber, weshalb man derlei Hallotria nicht verträgt. Die ſind für Leut', die Leder oder Huf an den Händen haben. Ich glaub doch nicht anders, als ich muß um⸗ ſinken auf der Stelle, wie ich geſtern Nachmittag mit


