Teil eines Werkes 
1 (1870)
Entstehung
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Spieker'ſchen Wohnhauſes war dieſe Bezeichnung ſeiner Ein⸗ und Ausgänge eine vollkommen gerechtfertigte, denn durch die auf den Weg„an der Mauer“ mündende Pforte gingen gegen die Abendzeit zuweilen verhüllte Geſtalten ein und aus, die am Tage ſich nie daſelbſt hätten finden laſſen.

Die Beſitzerin dieſes Hauſes war die in unſerer Geſchichtserzählung ſchon mehrfach erwähnte Großmutter Elſe's, welche von dem geringen Miethzinsertrage, einer kleinen Penſion und ihrem Verdienſte lebte, der jedoch unter die Rubrik„geheime Einnahmen“ gehörte, wie der Leſer weiß. Und dieſe Einnahmequelle war eine unver⸗ ſiegbare, weil in der vornehmen Damenwelt ihr Renomme, die Zukunft vorausſagen zu können, ein ſehr verbreitetes war.

Die Frau hatte von der gütigen Natur die zu dem Amt einer Prophetin vor allen Dingen nothwendige äußere Ausſtattung erhalten. Sie beſaß eine große, Achtung gebietende Geſtalt, ein ernſtes, aber ſelbſt für ihr hohes Alter noch ganz hübſches Geſicht, ohne jenen Runzelreichthum und jene welke Farbe die ſchon an das Grab erinnert, wie das ja meiſt an Frauen gefunden wird, welche die Hälfte der ſiebziger Jahre überſchritten haben. Sie erfreute ſich geſunder Augen und Zähne und machte ſo auf Jeden, der mit ihr verkehrte, den Ein⸗