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der Andere an das Enge, Kleine gewöhnt, bedrückt von den Anforderungen ſeiner bürgerlichen Stellung, ein un⸗ terthäniger Diener ſeines Herrn, wenngleich ein ſchaffen⸗ des Talent. Jener ein Schmetterling, der über Blumen⸗ fluren ſich hinſchwingt, eine über ſonnenbeglänzter Waſſer⸗ fläche luſtig tändelnde Libelle, dieſer eingepfercht in ſtarre Formen, wie der ſtädtiſche Kaſtengeiſt ſie mit Strenge aufrecht erhielt, und vorzeitig gealtert unter den An⸗ ſtrengungen ſeines Erwerbs.
Aber wie hätte vor dem Forum der Vernunft die Entſcheidung anders ausfallen können als zu Gunſten des ihr vom König gemachten Vorſchlags? Hatte ſie nicht ſelbſt dem Prinzen entſagt? Und hatte er ſie nicht vergeſſen, ganz nach Art der leichtbeſchwingten Schmetter⸗ linge, die tändelnd von Blume zu Blume flattern? Stand es in ihres Onkels Briefe nicht klar und deutlich ge⸗ ſchrieben, daß er, entzückt von der Comteſſe Roucoulard Schönheit, Liebenswürdigkeit und vielleicht auch geſtachelt von der Ueberzeugung, in ihr die reichſte Erbin Frank⸗ reichs zu gewinnen, nur für ſie Aug' und Ohr hatte? Das regte einen bittern Schmerz in ihrer Seele an. Und was bot ihr der Andere? Ihm war jede Schwär⸗ merei fern. War es möglich, daß er ſie mit einem höhern Grade von Zuneigung, als der einer aufrichtigen Freundſchaft entſtammt, lieben konnte? Nein. Eine ſolche


