Teil eines Werkes 
1 (1870)
Entstehung
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Ich weiß kein beſſeres Abſchiedswort an Sie, Sire, zu richten.“

Der Zaar ſchaute ſie mit jenem ihm eigenthümlichen ſtrahlenden Blick an, in dem unverkennbar große Freude ſich ausprägte.„Leben Sie wohl, Zephanja“, ſagte er. „Ich wünſche Ihnen auf meinem Lebenswege wieder zu begegnen.“

Mit einem Scherze führte König Auguſt den Zaar aus dem Atelier und Zephanja blieb, mit hinreichendem Stoff zum Nachdenken verſehen, in demſelben zurück. Zum erſten Male trat die Zukunft ohne alle romantiſche Zuthat an ſie heran. Die Wirklichkeit der Verhältniſſe ſtand nackt vor ihrem Blicke, von keinem täuſchenden Gewande umhüllt. Der Kampf gegen dies herzloſe Ge⸗ ſpenſt mußte den letzten Duft ihres Liebestraums, in dem ſie noch vor anderthalb Jahren ſo glücklich geweſen, für immer zerſtören. Und doch war es unmöglich, dieſem Kampfe und dieſer Niederlage zu entgehen!

Welch ſchneidender Gegenſatz in den beiden Geſtalten des Prinzen Charles von Soubiſe und des Hofjuweliers! Erſterer ein glänzender Jüngling aus einer Region, in der es den mit Geiſt und Gemüth Begabten ſo leicht wird, mit beflügelter Seele zu ſchwärmen, aus Allem, was das Leben beut, den Honigtropfen zu ziehen und

die Sterilitäten der Alltäglichkeit unbeachtet zu laſſen;