Teil eines Werkes 
1 (1870)
Entstehung
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An der Seite der Königin überfiel ihn plötzlich ein ſolcher Krampf, ohne daß irgend eine leidenſchaftliche Erregung vorhergegangen. Seine Hände fuhren, Meſſer und Gabel haltend, in der Luft umher, ſeine Geſichtszüge verzerrten ſich grauenvoll; die Königin ſprang erſchrocken mit einem Schrei von ihrem Stuhle und flüchtete zu ihrem Ge⸗ mahle. Sofort war des Zaaren Krampfanfall vorüber und er ſprach, ſeinen Zuſtand entſchuldigend:Fürchten Sie nichts, Madame, ich füge Ihnen kein Leid zu. Was Sie ſahen, ſind die Folgen des Giftes, das meine zärt⸗ liche Schweſter mir in meiner Kindheit beibringen ließ, aber ſie gehen glücklicherweiſe immer bald vorüber.

Jetzt wandte ſich ſein Blick von der noch bebenden Zephanja auf das Geländer, dann wieder zurück zu der jungen Dame. Er reichte ihr ſchweigend die Hand. Dieſer ſtumme Dank war höhern Werthes, als die ſchmeichel⸗ hafteſten Worte es hätten ſein können.

Unterdeß war eine vierte Perſon auf der Plattform erſchienen, Herrn Dinglinger's Magd, welche auf einem ſilbernen Tablett zwei becherartig geformte Taſſen von weißem Porzellan brachte, aus denen kleine Wöllchen heißen Dampfes aufſtiegen. D dunkelflüſſigen Inhalts kündete denſelben als Kaf

lthuend die Nerven anregende Getränk

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U as kräftige Arom des fee an.

Gehörte dieſes woh

damals ſchon nicht mehr zu den neuaufgekommenen Ge⸗ 9 9 0 19

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