Teil eines Werkes 
1 (1870)
Entstehung
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alt geworden ſind, ſich überlebt haben, fern bleiben müſſen im Gefühle ihrer Ohnmacht.

Ueber das wetterdunkle Antlitz trieb die Begeiſte⸗ rung des Sprechenden heiße Blutwellen bis unter den Hutrand hinauf, ſeine Augen funkelten. Es war ſicht⸗ bar, daß ihm Zephanja's Schweigen eine unangenehme Empfindung verurſachte. Mit Heftigkeit rief er:Warum ſchweigen Sie? Sprechen Sie, ich befehle es.

Sire, antwortete die junge Dame mit einer Ruhe, die ſein leidenſchaftliches Auflodern für gar nicht beach⸗ tenswerth zu halten ſchien,wenn ich ſpreche, geſchieht es aus freiem Willen, nicht auf Befehl. Ich bin nicht Ihre Unterthanin.

Oh!

Zaar Peter fand in ſeinem Erſtaunen, ſich einem Stolze gegenüber zu wiſſen, der weder erkünſtelt war, noch in einer Gemüthserregung zum Ausdruck kam, keinen andern Laut für ſeine Ueberraſchung, indeß dieſer offene Stolz gefiel ihm, nicht nur, weil er ihm neu, ſondern auch weil der tiefe Ernſt dieſes jugendlichen Frauen⸗ antlitzes das unverwerflichſte Zeugniß einer Willensfeſtig⸗ keit war, die unter allen Umſtänden Achtung verdiente. In einem faſt gutmüthigen Tone ſagte er:Nun, ſo ſprechen Sie aus Ihrem freien Willen.

Mit einer leichten Verneigung des Hauptes ant⸗