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Licht- und Schatten-Gemälde : in gemüthlichen Erzählungen / von M. Freiinn von Callot
Entstehung
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Dank fuͤr die wiedererlangte Freiheit des Va⸗ terlandes gegen den Himmel rufen.

Ottilie erhielt fleißig Nachricht von den geliebten Gatten, deſſen Name mehrmals in den öͤffentlichen Blaͤttern mit Ruhm genannt wurde. Die große Schlacht bei Leipzig war geſchlagen, die Armeen waren bereits uͤber den Rhein vorgerüͤckt. Da ward Mailberg, der mit ſeinem Korps eine Anhoͤhe beſetzt hatte, von einem feindlichen Detaſchement aͤberfallen. Das Gefecht war ſehr hitzig; Mailbergs Korps erhielt den Sieg, er ſelbſt ſank aber von einer feindlichen Musketenkugel getroffen vom Pferde. Seine Leute, die ihn anbetheten, trugen ihn auf ihren Gewehren aus den Getuͤmmel. Es gelang ihnen, ein gut gebautes Haus, deſſen Aeußeres von Wohl⸗ habenheit der Bewohner zeigte, zu finden. Hier ward der Baron in ein nettes Zimmer gebracht, auf ein weiches Bette gelegt, wo der Wundarzt ſeine Wunde unterſuchte, die wohl tief, aber nicht toͤdtlich war. Das Be⸗

denklichſte dabei war der große Blutverluſt⸗

der den Verwundeten ſo ſchwach machte, daß er durch zwei Tage beinahe ohne Lebenszei⸗ chen lag. Das Haus gehoͤrte einer Dame, welche vor mehreren Jahren ſich hier ange⸗ ſtedelt hatte, und in faſt kloͤſterlicher Einſam⸗

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