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Licht- und Schatten-Gemälde : in gemüthlichen Erzählungen / von M. Freiinn von Callot
Entstehung
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tfte, das g(ſo trug. hatte, liens ſie beſter recht rei ſe war rau gen⸗ Die nahe eſten Zeit

eſch⸗ hte,

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errichtet, man verbruͤderte ſich und ſchwur den Feinden den Untergang. Alles war von Va⸗ terlandsliebe beſeelt und gluͤhte vor Verlan⸗ gen, Teutonias Schmach im Frankenblute ab⸗ zuwaſchen. Der Baron, in deſſen Bruſt lange Unwille getobt hatte bei dem Uebermuthe der frechen Fremdlinge, war einer der erſten, der aus den erleſenſten ſeiner Unterthanen ein Korps bildete, und ſich an deſſen Spitze ſtell⸗ te, den Kampf um Voͤlkerfreiheit mit den Horden des korſiſchen Uſurpators zu kaͤmpfen. Er riß ſich aus den Armen der geliebten Gat⸗ tinn, die, ſo ſchmerzhaft ihr auch die Tren⸗ nung von ihm fiel, doch willig ihren Schmerz dem Vaterlande zum Opfer brachte. Sie wein⸗ te ihm nur ſanfte Thraͤnen nach, und lebte dann mit ihren Kindern und Freunden, ſtill und einſam, flehte zum Himmel um die Er⸗ haltung des Geliebten, und freute ſich ſchon jetzt auf ſeine gluͤckliche Wiederkehr.

Wer kennt nicht die großen Begebenhei⸗ ten jenes merkwuͤrdigen Zeitraumes, wo ganz Deutſchland zu einem gemeinſchaftlichen Zwecke vereint, mit beiſpielloſer Einigkeit, große und edle Plaͤne befolgend, das ſchmaͤhliche Joch abſchuͤttelte? Die ſpaͤte Nachwelt wird noch

mit heiligen Staunen die Großthaten der

verbuͤndeten Helden bewundern, und lauten