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Licht- und Schatten-Gemälde : in gemüthlichen Erzählungen / von M. Freiinn von Callot
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naͤhrte das Kind ſelbſt, nie wuͤrde ſie einer Fremden gegoͤnnt haben, ihre Mutterpflichten mit ihr zu theilen. Sie befand ſich ſehr wohl dabei, und der kleine Adolph gedieh vortref⸗ flich. Henriette ward durch die Geburt ihres Bruders keineswegs beeintraͤchtigt, denn die gluͤcklichen Eltern theilten ihre Liebe und Sorg⸗ falt gewiſſenhaft zwiſchen die geliebten Kinder.

Drei ſchnell voruͤber eilende Jahre waren

den Gluͤcklichen in ungetruͤbter Gluͤckſeligkeit vergangen, als der heitere Himmel ihres Le⸗ bens durch eine truͤbe Wolke verdunkelt wur⸗ de. Die gute, alte Generalinn, welche nun ein Alter von ſechsundſiebenzig Jahren erreicht hatte, bezahlte der Natur ihren Tribut ſtarb in Ottiliens Armen. Tief empfand ihren Verluſt, doch ergab ſie ſich ohne

ren den Fuͤgungen der Allmacht, welc ohnehin die theure Großmutter ein Stut

ter hatte erreichen laſſen, das nur We

zu Theil wird.

Feldheim fiel nach dem Talannedt Verſtorbenen zu gleichen Theilen Ottilien ihrer Schweſter zu. Da Mailbergs Ve gensumſtaͤnde ſo glaͤnzend waren, und Ott auf den Fall ſeines Todes Laßenſee zum? wenſitz verſchrieben war, ſo trat dieſe mit willigung ihres Gatten die ganze Erbſ