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ein, mit ihnen nach Laßenſee zu ziehen. Sie
nahm die Einladung an, und genoß ſo noch immer die zaͤrtliche Pflege des liebevollen Ge⸗
ſchoͤpfes, denn Ottilie vergaß uͤber den neu⸗ eren Pflichten der Gattinn die andlichen Pftiuh⸗ ten nicht.
Gluͤcklich war der Baron, unausſorech⸗ lich gluͤcklich durch die herzliche Liebe, durch die Engelsguͤte ſeiner jungen Gattinn. Welch ein Unterſchied zwiſchen dieſem ſtillen, heite⸗
ren Leben und jenen ſtuͤrmiſch wechſelnden
Scenen an Paulinens Seite! Dort ſollte er den Launen der Eitlen ſtets huldigen, hier war man bemuͤht, ſeine Wuͤnſche zu errathen, um ſie augenblicklich zu erfuͤllen, Dort ſollte er anbethen, hier ward er angebethet. Otti⸗ liens Gemuͤth war rein und klar, wie Kri⸗ ſtall; da ſtieg kein truͤbes, unlauteres Woͤlk⸗ chen auf. Ihr frommes, kindliches Herz kann⸗ te keine unregelmaͤßigen Wuͤnſche. Das Gute war ihr angeboren, wie das Athemholen, da⸗ rum war ſie nicht ſtolz darauf; ſie konnte nicht begreifen, was ihr Gatte oft an ihr zu loben fand, da ihre Handlungsweiſe ſo na⸗ tuͤrlich aus ihren Gefuͤhlen entſprang, daß ſie gar nicht anders handeln konnte. Ottilie ward Mutter, ſie gebar einen Sohn, den Mallberg mit Entzuͤcken an ſeine Bruſt druͤckte. Sie


