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Licht- und Schatten-Gemälde : in gemüthlichen Erzählungen / von M. Freiinn von Callot
Entstehung
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ſie aus dem Wagen, und ſprang dem Gelieb⸗ ten nach in die Fluten. Dem Baron war gar nichts geſchehen, er hatte ſich waͤhrend des Falles aus den Buͤgeln losgemacht, er konnte ſchwimmen, er war ganz unbeſchaͤdigt. Otti⸗ lien aber zog man ohnmaͤchtig aus dem Tei⸗ che, und es blieb einige Stunden unentſchie⸗ den, ob ſie wieder erwachen wuͤrde. Endlich ſchlug ſie die Augen auf, und ihr erſter Blick fiel auf Mailberg, der an ihrer Seite kniete, und ihre Hand bald an ſeine Lipypen, bald an ſeine Bruſt druckte. Er gab ihr tauſend zaͤrt⸗ liche Namen, und verſicherte ſie ſeiner herz⸗ lichſten Liebe. Die gränzenloſe Zaͤrtlichkeit, mit der das holde Maädchen ihn liebte, die ſo weit ging, daß ſie ſelbſt ihr Leben fuͤr ihn gewagt hatte, loͤſte die ſtarre Eisrinde, die ſein Herz bisher umgeben hatte. Ottilie mit ihren un⸗ bedeutenden Zuͤgen ſchien ihm jetzt viel ſchoͤ⸗ ner, als die leichtſinnige Pauline zur Zeit ihrer blendendſten Schoͤnheit geweſen war. Der Baron zoͤgerte nicht, die Generalinn von ſeinen Geſinnungen zu unterrichten, und ſie um die Hand ihrer Enkelinn zu bitten, Die gute Großmutter ſah dadurch den Wunſch erfuͤllt, den ſie ſchon lange ſtill in ihrer Bruſt genäͤhrt hatte. Der Varon, der Ottilien nicht von ihrer Großmutter trennen wollte, lud dieſe

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