den Antrag gemacht haͤtte, das Kind ſammk der Waͤrterinn nach Feldheim zu bringen, und beide Ottiliens Pflege zu üͤberlaſſen. Mailberg nahm dieſen guͤtigen Antrag mit Dank an, und Henriette ſowohl, als Mada⸗ me Mayer wurden auf der Stelle nach Feld⸗
heim gebracht, wo ſie an Ottilien die lieb⸗
reichſte Pflegerinn hatten.
Die gute Mayer genas wohl zuech Ot⸗ tiliens Pflege wieder von ihrer Krankheit, es blieb ihr aber eine Schwäche zuruͤck, von welcher der Arzt behauptete, daß ſie bleibend
ſeyn, und am Ende in eine Auszehrung uͤber⸗
gehen wuͤrde. Sie bat daher, da ſie zur fer⸗ nern Erziehung Henriettens unfähig war, den Baron um ihre Entlaſſung. Sie hatte eine Schweſter, welche mit einem Foͤrſter verhei⸗
rathet war zu dieſer wollte ſie ziehen, und
dort den Ueberreſt ihrer Tage zubringen. So
ungern auch Mailberg die bisherige treue
Waͤrterinn ſeines Kindes verlor, ſo fand er
ihr Begehren doch billig, er ſetzte ihr einen reichlichen Gehalt aus, und entließ ſte mit
der Verſicherung, daß es ihr immer frei ſte⸗ hen wuͤrde, ſich an ihn zu wenden, wenn ſie irgend etwas beduͤrfe. Der Verluſt dieſer
treuen Perſon wuͤrde ihm noch empfindlicher
geweſen ſeyn, wenn nicht die Generalinn ſich
erbo an
ten.
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