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Licht- und Schatten-Gemälde : in gemüthlichen Erzählungen / von M. Freiinn von Callot
Entstehung
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Baron erblickte.Ah ſieh da, mein lieber Nach⸗ bar,« rief ſie ihm entgegen,willkommen, tau⸗ ſendmal willkommen, Sohn meiner beſten Freundinn! Mailberg, geruͤhrt durch die Herzlichkeit dieſes Empfanges, konnte ſich nicht enthalten, die dargereichte Hand mit zaͤrklicher Verehrung an die Lippen zu druͤk⸗ ken, und ihre wohlwollenden Aeußerungen reichlich zuruͤckzugeben.Wie lange, ſagte ſie,iſt es, werther Freund, daß ich Sie nicht ſah! Damals noch ein Juͤngling, deſſen Ro⸗ ſenwangen kaum ſeichter Flaum beſchattete, jetzt ein hoher Mann, in ganzer Fuͤlle der Kraft. Ach! warum hat meine gute Eugenie

nicht das Gluͤck erlebt, den geliebten Sohn

ſo zu ſehen! Doch ſie ſieht ihn jetzt und fei⸗ ert gewiß dieſe Scene des Wiederſehens mit uns. Mailberg war innigſt geruͤhrt, auch in ihm wurde die Erinnerung an ſeine gute Mutter lebendig, und ſeine Augen wurden feucht.

Die Generalinn, welche fuͤhlte, daß es Zeit ſey, einzulenken, machte den Baron auf Ottilien aufmerkſam, indem ſie ihm ſolche als ihre Enkelinn, ein Fraͤulein von Milden auf⸗ fuͤhrte. Er begruͤßte ſie mit jener beſcheidenen Ungezwungenheit, welche den Mann von ſei⸗ nen Sitten und Ton bezeichnet. Ottilie er⸗

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