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Licht- und Schatten-Gemälde : in gemüthlichen Erzählungen / von M. Freiinn von Callot
Entstehung
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mußte ſich ſelbſt geſtehen, daß es ihm bei mehr Maͤßigung haͤtte gelingen koͤnnen, die Verirrte auf ſanfte Weiſe auf den rechten Weg zurüuͤck⸗ zufuͤhren. Er war beaͤngſtigt wegen ihrer Zu⸗ kunft, und gab ſeinem Sachwalter den Auf⸗ trag, Alles aufzubieten, um ihren Aufenthalt zu entdecken, aber alle Nachforſchungen blie⸗ ben vergeblich, Pauline war verſchwunden.

Ma lberg konnte ſich ſchicklicherweiſe dem Umgange mit der Generalinn nicht entziehen. Sie war ſeine Nachbarinn, war eine Herzens⸗ freundinn ſeiner verſtorbenen Mutter geweſen, und hatte ihm in ſeiner fruͤheſten Jugend ſo manchen Beweis ihres Wohlwollens gegeben. Der Wohlſtand ſowohl, als der eigene Wunſch ſeines Herzens trieb ihn an, die muͤtterliche Freundinn zu beſuchen.

Als Kind war er oft in dieſem Schloſſe geweſen, die Gegend hatte ſo manche ſuͤße Erinnerung für ihn, und die kurze Fahrt da⸗ hin, verſetzte ihn in ſo heitere Stimmung, als er ſeit langer Zeit nicht geweſen war. Er trat in einen Gartenſaal, wo er die Ge⸗ neralinn in Geſellſchaft ihrer Enkelinn antraf, welche einen kleinen Kreis niedlich gekleideter Bauernmaͤdchen um ſich hatte, denen ſie Un⸗ terricht im Stricken gab. Die alte Frau fuhr freudig von ihrem Sopha auf, als ſie den

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