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mußte nun bis zu Ende der Trauerzeit, alſo um ſechs Monate verſchohen werden; dann hatte der Gubernialrath eingewilligt, zu ſei⸗ nen Kindern zu ziehn, und den Reſt ſeiner Tage mit ihnen zuzubringen. So lebte die kleine Familie ſtill dahin, und widmete dem
Andenken der Verblichenen manche Thraͤne der
Erinnerung.
Eliſe, welche jetzt die Geſchaͤfte der Haus⸗ frau zu beſorgen hatte, wollte einſt des Mor⸗ gens ausgehn, um etwas zu kaufen; als ſie
auf dem letzten Abſatz der Stiege war, hielt
eine Kutſche an derſelben, der Bediente oͤff⸗ nete den Schlag, und es ſprang ein junger
Mann aus ſelber, welcher ein junges Frauen⸗
zimmer heraushob, in der Eliſe zu ihrem Er⸗ ſtaunen die Graͤfinn erkannte.
Dieſe flog in ihre Arme, bedauerte den Tod ihrer Mutter, und fuͤhrte ihr in ihrem Begleiter ihren Bruder den Graſen Horuek auf, welcher ſo eben von ſeinen Reiſen, und zwar gerade von Paris zuruͤckkomme. Er wußte ſeine Schweſter auf dein Lande, und fuhr zu⸗ erſt zu ihr, da er ſie zäͤrtlich liebte, und ſich
ſehnte, ſie zu ſehen. Eliſe mußte nun dem Gra⸗ fen ins Geſicht ſehen, und ihre Blicke fuhren
ſchnell zuruͤck, gluͤhende Roͤthe uͤbergoß ihr reizendes Geſicht, und ihr Auge ſuchte den
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