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Licht- und Schatten-Gemälde : in gemüthlichen Erzählungen / von M. Freiinn von Callot
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Boden; nie in ihrem Le ſung ſo verloren! Ein nnmenloſes Gefüͤhl durchſtroͤmte ihre Bruſt, und um keinen Preis der Welt waͤre ſie faͤhig geweſen, dem Gra⸗ fen noch einmal ins Auge zu ſehen. Dieſer ſtand verloren in Eliſens Anblick, und dankte ſeiner Schweſter, daß ſie ihn mit dem ſchoͤn⸗ en und liebenswuͤrdigſten Frauenzimmer be⸗ kannt gemacht habe, welche er je geſehen habe. Die Graͤfinn kuͤßte Eliſen, verſprach noch heu⸗ te ſie zu beſnchen, und huͤpfte die Treppe hinauf; ihr Bruder folgte ihr, hach hdem er

Eiiſe war in einem Zuſtand der Betaͤu⸗ bung, aus welchem ſie ſich kaum zu reißen vermochte. Es gibt Momente im menſchlichen Leben, welche mit nichts in der Welt ſich ver⸗ gleichen, und darum ſich nicht be i ſen. Ein Blitzſtrahl faͤhrt oft plöͤtzlich it Seele, welche die gleichgeſtimmte, vielleicht in einem andern Planeten ihr ſchon näh wandte Schweſter erkennt, und von dieſem Augenblick an ſie gefeſſelt ſich nicht mehr los⸗ zureißen vermag. Nicht jeder iſt ezſän iieh

fur dieſe Sympathie, und nur zarten, ſeine