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Eliſe konnte ihr nicht verbergen, wie ſehr es ſie in Erſtaunen ſetze, daß ſie ſich der Gefahr eines Umganges mit dem Manne ausſetzte, mit welchem ſie in ſo naher Beziehung ge⸗ ſtaunden, und welche die Pflicht ihr nun zu vergeſſen zwaͤnge. Die Graͤfinn lachte und ſagte: gutes Maͤdchen! werden Sie nur erſt eingeweiht in die Geheimniſſe der großen Welt, ſo werden Sie eine andere Anſicht von den Dingen um ſie her bekommnen! dann faſelte ſie wieder fort, und es war nicht möglich ein vernuͤnftiges Wort mit ihr zu ſprechen.
Eliſen mißfiel dieß Verhaͤltniß im hoͤch⸗ ſten Grade, ſie achtete den Gemahl der Graͤ⸗ finn, der allgemein als ein edler vortreffli⸗ cher Mann bekannt war, und es that ihr weh die gute Meinung, welche ſie bisher von der Graͤfinn gehabt hatte, herabſtimmen zu muͤſſen. Gewohnt immer offenherzig ge⸗ gen ihre Eltern zu ſeyn, theilte ſie ſelben ih⸗ re Bemerkungen mit, und bat um Belehrung, wie ſie bei dieſem Aulaſſe ſich zu verhalten habe; auch Wohlfeld ward davon unterrich⸗ tet, und das allgemeine Reſultat ging dahin aus, daß man nur das Wochenbette voruͤber⸗ gehn laſſen wollte, um den Umgang wo nicht abzubrechen, doch wenigſtens einzu⸗ ſchraͤnken. Dieß geſchah auch, und es ließ ſich


