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zwar ein männliches Weſen bei ihnen; doch war Eliſe immer froh, wenn es weg blieb; denn mit Mißvergnüͤgen bemerkte ſie, daß die Graͤfinn den jungen Mann mit Blicken anſah, die ihr bei aller ihrer Unbefangenheit auffal⸗ len mußten. Dieſer junge Mann hieß Graf Neiborn, er war Anfangs ſeltner, dann oͤf⸗ ter, und endlich alle Abende da. Der Gemahl der Graͤfinn, der eine der erſten Stellen im Lande bekleidete, konnte nur ſelten den klei⸗ nen Zirkel vermehren, und kam er, ſo glaub⸗ te Eliſe nicht undeutlich leiſe Spuren von Mißvergnuͤgen uͤber die Anweſenheit Neiborns in ſeinen Augen zu leſen; doch ſchien die Graͤfinn dies wenig zu beachten, und Eliſe wuͤrde geglaubt haben, ſich geirrt zu haben, da ihr ihre Unbekanntſchaft mit den leichten Sitten der großen Welt manches in einem grelleren Lichte zeigte, als es wirklich war, und ſie hieruͤber ſchon mehrere Erfahrungen gemacht hatte, ſo wuͤrde ſie dieſe Bemerkung auch auf dieſe Rechnung geſchrieben haben, wenn ihr nicht die Graͤfinn einſt in einer traulichen Stunde, das Geſtaͤndniß gemacht
haͤtte, daß Neiborn ehemals ihr Liebhaber ge⸗
weſen, daß ſie ihn ſehr geliebt habe, daß aber ein alter Oheim ſie gezwungen habe, den Grafen Werlitz zu ehelichen.


