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Licht- und Schatten-Gemälde : in gemüthlichen Erzählungen / von M. Freiinn von Callot
Entstehung
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durch gezwungen, lbeinahe immer zu Hauſe zu bleiben; da ſie nun keine Freundinn hatte, welche ſie genug liebte, um ihr zu Gefallen auf die geſellſchaftlichen Freuden und Vergnuͤ⸗ gungen Verzicht zu leiſten, deren man in P., beſonders im Faſching, ſo viele genießen kann, ſo war ſie herzlich froh, daß die gutmuͤthige Eliſe ihr alle Muße, und beſonders die Aben⸗ de widmete. 5

Eliſe war gern bei der Graͤfinn, dieſe war ein heitres, froͤhliches Geſchoͤpf. Wohl

etwas leichtſinnig und unbeſonnen, und ohne

beſondern Verſtand, doch nicht ohne Witz; ihre naiven drolligten Einfäͤlle waren origi⸗ nell, und man war ſicher, daß, wo ſie war, die Unterhaltung wohl immer nur frivole Ge⸗ genſtaͤnde betreffen, aber immer lebhaft blei⸗ ben, und nie ins Stocken gerathen wuͤrde. Eliſe freute ſich immer auf den Abend, den

ſie faſt taͤglich bei der Graͤfinn zubrachte; dieſe

zeigte ihr ſo viele Anhaͤnglichkeit, daß ſie ſich dadurch recht herzlich angezogen fand. So⸗ bald ſie nun die Spielparthien fuͤr ihre El⸗

tern, wobei Wohlfeld nie fehlte, arrangirt hat⸗

te, eilte ſie immer zu ihrer neuen Freundinn welche ſie mit offnen Armen empfing. Die beiden Freundinnen brachten nicht alle Abende allein zu, es war oft noch ein drittes, und