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daß ſte vor Angſt und Schrecken voͤllig außer
ſich war; als ſie ſich erhohlte, ſtand Guſtav
neben ihr, und hielt ihr triumphirend den kleinen Deſerteur entgegen, den er bis auf den Schornſtein verfolgt und dort mit der groͤß⸗ ten Gefahr herabzuſtuͤrzen gefangen hatte.
Eliſe liebte den jungen Selling mit der rei⸗
nen ſanften Zaͤrtlichkeit einer guten Schwe⸗ ſter; aber ſeine Gefuͤhle fuͤr ſie waren von ganz andrer Art, und als ſechzehnjaͤhriger Juͤngling liebte er das zwoͤlfjaͤhrige Maͤdchen mit aller Kraft einer gluͤhenden Leidenſchaft. Er bewachte jeden ihrer Schritte, beneidete jeden, den ſie anſah, und trieb alle Thorhei⸗ ten, zu welchen die ausſchweifendſte Eifer⸗ ſucht ein jugendliches leidenſchaftliches Ge⸗ muͤth zu verleiten im Stande iſt.
Der Gubernialrath, welcher dieſe Lei⸗ denſchaft ſehr bald bemerkte, dachte auf Mit⸗ tel, ſie von ihrem Gegenſtande abzuleiten und unſchaͤdlich zu machen; darum beſchloß er, Guſtaven mit ſeinem Hofmeiſter auf Reiſen zu ſchicken. Dieſer betrug ſich ſehr ungeſtuͤm, als er dieſe Beſtimmung erfuhr, denn der Gedanke, ſich von Eliſen trennen zu muͤſſen, war ihm ſchrecklich; doch fuͤr welchen feuri⸗ gen Juͤngling haͤtte es nicht Reiz, das vaͤter⸗ liche Haus zu verlaſſen, und hinaus in die


