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Eliſen unverhohlen die Gefuͤhle, welche ſein Herz ſchon durch laäͤngere Zeit fuͤr ſie fuͤhlte; das holde unbefangene Maͤdchen, das bisher noch fuͤr keinen Mann etwas empfunden hat⸗ te, und gewohnt war, Wohlfelden von ihrer fruͤheſten Jugend an als den achtungswerthe⸗ ſten Freund ihres Hauſes anzuſehen, fuͤhlte ſich durch ſeine Wahl geehrt, und willigte um ſo lieber in dieſe Verbindung, da ſie wußte, daß ſie dadurch die Wuͤnſche ihrer Eltern, beſon⸗ ders ihres guten Vaters erfuͤllen wuͤrde. Wohl⸗ feld war entzuͤckt, das Jawort wurde gegeben, die Ringe gewechſelt, und die Verlobung in einem Zirkel auserwaͤhlter Freunde gefeiert. Da Eliſe noch jung war, ſo wuͤnſchte
die Mutter, daß die Verbindung noch ein Jahr
verſchoben wuͤrde, und Wohlfeld war es auch zufrieden, da er die Geliebte in der Eltern Hauſe taͤglich ſehen und ſprechen konnte; es war ihm im Gegentheil gar nicht unlieb, weil er in ſeinem Hauſe einige Veraͤnderungen an⸗ bringen, und deßwegen bauen laſſen wollte. Er theilte Eliſen alle ſeine Ideen mit, zeigte ihr die Riſſe von Haus und Garten, und ließ alles nach ihren Wuͤnſchen einrichten. Die El⸗ tern ſahen mit Entzücken die ſchoͤne Harmo⸗ nie und das Vertrauen der Brautleute, und ſegneten das Schickſal ihrer Tochter.


