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druß), gerade wie das engl. o'er, nicht wieder ein⸗
treten? Warum erlaubt man nicht o'r fuͤr oder,
oder oder pyrrhichiſch zu brauchen, da man doch zur und zum fuͤr zu der, zu dem erlaubt? In dieſen und vielen Faͤllen moͤchte wol das Zuruͤckſtellen des Platteutſchen ſeit Luther auch fuͤr die metriſche Aus⸗ bildung unſerer Sprache nicht minder nachtheilig ſeyn, als es fuͤr die poetiſche Seite uͤberhaupt geweſen iſt.
†) Dieſer Regenbogen bildet ſich aus Sonnen⸗ ſtrahlen uͤber dem untern Theil der Alpenſtroͤme. Er gleicht voͤllig einem herabgeſunkenen Regenbogen, in⸗ nerhalb welches man umhergehen kann. Die Erſchei⸗ nung dauert bis Mittag.
10. Das Wort der Schweiz und der Geologen, Fluh, moͤchten wir doch im Hochteutſchen nicht ver⸗ ſchmaͤhen.
11. Staubling. Worte, wie Kraͤnkling, Sterbling, Zuͤchtling, Straͤfling, Haͤrling und andere, rechtfertigen das gebrauchte durch Ana⸗ logie. Mit Unrecht verwarf alſo irgendwo ein Re⸗ cenſent Sendling fuͤr Apoſtel, mit der Bemerkung, daß es nur activ der Abſendende bedeuten koͤnne.
12. Ordel, als altes urſpruͤngliches, gleich⸗ ſam techniſches Wort fuͤr das ſpaͤtere Gottesur⸗ theil, in der Form Ordalie bekannter, dem Sinne


