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Manfred : Trauerspiel / von Lord Byron. Teutsch von Adolf Wagner
Entstehung
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Weltregierer? oder iſt er nur eine wahnſinnige Verzer⸗ rung? und ſollen wir dieſe fuͤr Groͤße hinnehmen? Wo iſt hier der Friede der Anſicht? wo die Geſchloſſenheit des Werks? In des Dichters Geiſt und Seyn und Le⸗ ben? Wohl! ſo treten ſie auch heraus! Kurz, Alles treibt auf einen Frieden, welcher hoͤher iſt, denn alle Vernunft.

So viel uͤber das vorliegende Werk! Daß der Ue⸗ berſetzer, wiewol er das Geſagte nicht zuruͤcknehmen kann, doch darum nicht lieblos und wegwerfend richte, daß er mit Liebe auf das Werk einzugehen, ſich daſſelbe anzueignen geſucht, ſoll hoffentlich nicht verkannt wer⸗ den. Darum, wie um der etwanigen Splitterrichter willen, welche doch nicht ausbleiben werden, und viel⸗ leicht ſo innere Verwandtſchaft, wie eigenthuͤmlichen Bau beider Sprachen, vorzuͤglich in Hinſicht auf Rhythmus und Metrum, nur fluͤchtig erwaͤgen moͤchten, einige Rechtfertigungen und Gruͤnde der Ueberſetzung! So frei und willkuͤhrlich freilich als der Englaͤnder, mit ſei⸗ nem Material des Verſes, der Sprache, zu verfahren, und es faſt als ganz unſelbſtaͤndiges, einer Ruͤck- und Gegenwirkung unfaͤhiges, oft einſylbiges Geklapper zu behandeln, koͤnnte ſich der Teutſche mindeſtens nicht er⸗ lauben, der durch weltgeſchichtliche Bedeutung ſowol, als innern Bau ſeiner Sprache, wie durch Natur des Rhyth⸗ mus und Metrums uͤberzeugt wurde, daß in ihrer Pro⸗