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Manfred : Trauerspiel / von Lord Byron. Teutsch von Adolf Wagner
Entstehung
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her dies wuͤſte Umgreifen, wie hier das Verſchweißen des

r perſiſchen und griechiſchen Mythus. Allen ſeinen Wer⸗ 6 ken iſt eine ſeltene Tiefe und Zartheit, Kuͤhnheit und e Bluͤthenfuͤlle der Phantaſie, eine ausdrucksvolle, treffende,

kraͤftige, anmuthige Sprache aufgepraͤgt. Auch iſt na⸗ mentlich hier im Manfred das ſittliche Gefuͤhl durch Ab⸗

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e daͤmpfung und Zuruͤckdraͤngung des vorausgegangenen

r Unſittlichen in ein Helldunkel, wenn nicht ganz in Schat⸗ 3 r ten, geſchont, wie die objective Wahrheit, das Vergan⸗

gene als Vergangenes zu behandeln, getroffen. Aber dem

Allen iſt auch ein bitterer, tiefer unmuth, eine uͤber⸗ ſchwaͤnglich liebloſe Menſchenverachtung, die bis zum 5 Grauſigen geht, mitgegeben. So iſt denn unbeſtreitbar

e ſchon eine ſtarre Einſeitigkeit, faſt Manier merklich; denn all' ſeine Helden ſind, was Manfred von ſich ſagt,»Raub⸗ n voͤgel, verkohlte Herzen, an Liebloſigkeit, ja an frechen,

3 duͤnkelhaften Verbrechen trutzig verblutende, gefallene

Menſchen. Zwiſchen Himmel, Erd' und Hoͤlle blutgierig 3 herumſtuͤrmend, im ewigen Zwieſpalt mit ſich ſelbſt,

d trutzig die einzig moͤgliche gebotene Huͤlfe verſchmaͤhend, ¹ 4 vermeſſen, uͤbermuthhehr die ferne, die keine iſt, for⸗

ſ ſie dem Teufel ihres Stolzes andere blutige Opfer ge⸗ bracht, werden ſie endlich es ſelbſt. Iſt nun aber damit

der Teufel beſiegt? fragen wir;

3 dernd, reiben ſie ſich in dieſem Kampfe auf, und nachdem b oder iſt er alſo der